Mittwoch 14.4.2010, 20 Uhr
IG Metall-Saal, Friedrichstr. 7, Erlangen
Desertiert.
Der Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann berichtet über die NS-Zeit und von seinem langen Kampf für Rehabilitierung der NS-Opfer.
Ludwig Baumann desertierte im Juni 1942 aus der Wehrmacht. Nach seiner Festnahme wurde er wegen „Fahnenflucht im Felde“ zum Tode verurteilt. Von der Umwandlung der Todesstrafe in eine 12jährige Zuchthausstrafe erfuhr er erst nach Monaten – die er in der Todeszelle verbracht hatte.
Auch nach Kriegsende wurde er in der BRD – wie andere Deserteure auch – als „Feigling“ geächtet. 1990 gründete Baumann mit etwa 40 noch lebenden Wehrmachtsdeserteuren und Historikern die Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz, um eine Aufhebung der Unrechtsurteile gegen Deserteure, „Wehrkraftzersetzer“, Kriegsverräter“ durchzusetzen.
Eintritt frei