Mittwoch 5.5.2010, 20 Uhr
IG Metall-Saal, Friedrichstr. 7, Erlangen
Besser die Hände gefesselt als der Wille
Das Leben des Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter. Ein Fotofeature von Klaus Ihlau.
Franz Jägerstätter kam nicht seiner 'Vaterlandspflicht' nach. Für seine religiös motivierte Gewissensentscheidung den Kriegsdienst zu verweigern, wurde er vom Berliner Reichkriegsgericht zum Tode verurteilt und starb am 9. August 1943 auf dem Schafott im Zuchthaus Brandenburg. Klaus Ihlau zeichnet die vielfältigen Facetten der Person Jägerstätters, aber auch die Ambivalenz der Kirche im Nationalsozialismus nach.
Er erzählt von der Dorfgemeinschaft St. Radegund, in der Franz Jägerstätter lebte und die bis heute mit dem Phänomen des Kriegsdienstverweigerers Jägerstätter nicht fertig wird, seine Entscheidung nicht versteht, nicht akzeptieren kann.
Klaus Ihlau spannt dabei den Bogen bis zur Diskussion um die aktuellen Kriegsdienstverweigerer und zur Rehabilitierung von Wehrmachtsdeserteuren.
Eintritt frei